Profil der Schule

Ziel der Maturitätsschulen ist es, Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen grundlegende Kenntnisse zu vermitteln sowie ihre geistige Offenheit und die Fähigkeit zum selbständigen Urteilen zu fördern.
Maturitätsanerkennungsreglement, Art.5

Wir gehen unsere Arbeit mit Methoden der Wissenschaft an.
Und wir gehen sie auch mit gestalterischen Ansätzen an.

Gestaltung entsteht im Spannungsfeld von intuitivem Handeln und rationalem Hinterfragen.

Gestaltung hat mit dem aufmerksamen, vernünftigen und handelnden Menschen zu tun, mit analytischem Beobachten, differenziertem Zuhören, mit konsequentem Erfassen bis zum Schnuppern des frischen Windes.

Gestaltung knüpft an Erkenntnisse, Einsichten, Ideen und Einfälle und öffnet Grenzen. Dadurch, dass ich mich einer Situation gestaltend stelle, ein Werk anpacke, fortführe und beende, arbeite ich gleichzeitig auch an mir selber, an meinen Möglichkeiten und meinen Schwächen.

Gestaltung nimmt meine Bedürfnisse auf, schafft und vertieft Werte. Damit leistet Gestaltung einen Beitrag zur Selbstverwirklichung und Lebensbewältigung.

Gestaltung wird möglich durch viele kleine Lernschritte.

Gestaltung vernetzt Aspekte verschiedenster Lebensbereiche, indem sie nach inhaltlichen, funktionalen, ästhetischen, gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen fragt.

Gestaltung ist die Ausrichtung auf ein Ergebnis.

Gestaltung trägt zur Orientierung innerhalb einer Kultur bei, zum Verständnis ihrer Objekte, Prozesse und Systeme. Sie befähigt zum Bewahren und Erneuern ihrer Werte.

Gestaltung ist ein Weg. Unser Weg. Aber nicht der einzige.

Die Wissenschaft stellt nur eine der Methoden zur Erkenntnis der Welt dar. Ein anderes komplementäres Verfahren wird durch die Kunst verkörpert. Schon die gemeinsame Existenz von Kunst und Wissenschaft ist eine gute Illustration des Komplementaritätsprinzips.

Beide Arten des Herangehens an Probleme des Lebens sind gleichermassen berechtigt, obwohl jede von ihnen, für sich genommen, unvollständig ist. Grundpfeiler der Wissenschaft sind Logik und das Experiment. Fundament der Kunst sind Intuition und Einsicht.

Sie spiegeln verschiedene komplementäre Seiten des menschlichen Erkenntnisprozesses wider und geben nur vereint eine vollständige Vorstellung von der Welt.
Leonid I. Ponomarjow, in: Jenseits des Quants