Geschichtliches

Das Seminar Niederbipp 1838 - 1839

1838 „Normalanstalt für Lehrerinnen“ im Pfarrhaus Niederbipp: erstes Lehrerinnenbildungsinstitut der Schweiz (Kleinkinder-, Primar- und Handarbeitslehrerinnen)
Dauer der Ausbildung: 2 Jahre, Personal:
1 Direktor (Pfr. Joh. Friedrich Boll)
1 Handarbeitslehrerin (Frau Pfr. Boll)
1 Hülfslehrer (Johannes Arn)
12 Schülerinnen

Das Seminar Hindelbank 1839 – 1918

1839 Umzug ins Pfarrhaus von Hindelbank
1843 Neuer Direktor: Pfr. Heinrich Lemp
1844 Einführung des Instrumentalunterrichts
1852 Tod von Direktor H. Lemp, Nachfolger wird sein Vorgänger Pfr. J. F. Boll
  Der Instrumentalunterricht wird eingestellt
1860 Wechsel vom Herbst- zum Frühlingsschulbeginn
1865 Direktor Boll demissioniert als Seminardirektor und suspendiert das Seminar
   
1868 Wiedereröffnung des Seminars mit Direktor Karl Grütter
1878 Bau eines Turnsaals in der Pfrundscheune
1881 Verlängerung der Primarlehrerinnenausbildung auf 3 Jahre
1899 Direktor Karl Grütter stirbt an einem Herzschlag. Nachfolger: Pfr. Albert Gempeler
1903 Walter Grütter, der Sohn von Karl Grütter, wird Seminardirektor
1912 Bericht über die Modalitäten des Seminars Hindelbank

Das Seminar Thun 1918 – 2000

1918 Seminardirektor Grütter zieht mit 17 Seminaristinnen nach Thun in die Pension Jungfrau
1923 Bezug des Neubaus im Seefeld (18 Seminaristinnen)
  Der Konviktbetrieb wird aufgehoben
  Die Bildungskurse für Arbeitslehrerinnen werden dem Seminar angegliedert (25 Teilnehmerinnen)
1924 Tod von Seminardirektor Walter Grütter. Nachfolger: Dr. Alfred Trösch
1925 Einführung des Landpraktikums (Dauer: eine Woche)
1928 Tod von Seminardirektor Dr. A. Trösch. Nachfolger: Dr. Ernst Schraner
1931 Verlängerung der Primarlehrerinnenausbildung auf 4 Jahre
  Umstellung auf die ein jährige Arbeitslehrerinnenausbildung
1934 Verlängerung des Landpraktikums auf eine Dauer von 3 Wochen
1938 Hundertjahresfeier mit 63 Seminaristinnen und 24 angehenden Arbeitslehrerinnen
1940 Erste Studienwoche in Habkern
1941 Tod von Seminardirektor Dr. E. Schraner. Nachfolger: Dr. Jakob Robert Schmid
1943 Verlängerung der Arbeitslehrerinnenkurse auf eine Dauer von anderthalb Jahre
  Zur Bekämpfung des Lehrerinnenüberflusses wird die Zahl der neuen Seminaristinnen reduziert
1946 Aufnahme von 2 neuen Klassen als Parallelklassen
1948 Phase der notenfreien Beurteilung der Seminaristinnen (1948 – 1967)
1949 Einweihung der ersten Turnhalle im Seefeld und eines zweiten Unterrichtsgebäudes
1953 Erstes Stadtpraktikum
1955 Seminardirektor Dr. J.R. Schmid wird auf den Lehrstuhl für Pädagogik in Bern berufen. Nachfolger: Dr. Fritz Müller
1956 Kauf der Villa Lüthi (auch Villa Hohl / Sonnmatt genannt)
1957 22 Seminaristen als reine Knabenklasse ins Seminar Thun aufgenommen
1959 In der Arbeitslehrerinnenausbildung kann die fakultative Lehrbefähigung für das Mädchenturnen erworben werden
1960 Aufnahme von 2 Arbeitslehrerinnenklassen
1961 Aufnahme einer dritten Parallelklasse in die Primarlehrerinnen-Ausbildung
  Beginn eines einjährigen Sonderkurses für Mittelschulabsolventen
  Erste Studienwoche einer Arbeitslehrerinnenklasse
1962 Einweihung eines Zeichnungspavillons auf dem Areal Lüthi
1963 Aufnahme von 5 Klassen: 2 Klassen werden in Thun, je eine Filialklasse in Langenthal, Biel und Spiez ausgebildet
  Je eine Filialklasse angehender Arbeitslehrerinnen in Herzogenbuchsee und Bern
1969 Erste Elterbesuchstage am Seminar Thun
  Einweihung zweier Schulpavillons auf dem Areal Lüthi
  Erstellung eines Physikzimmers im Untergeschoss des Hauptgebäudes
  Gründung eines Schülerrats
1970 Kauf der Villa Séquin zur Unterbringung der Arbeitslehrerinnenausbildung
1971 Eröffnung einer Filialklasse zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen in Spiez
1972 Anna Haueter wird erste Leiterin der Arbeitslehrerinnenausbildung am Seminar Thun
1973 Einführung einer zweiten Studienwoche pro Schuljahr
  Abschaffung der Schulreisen
1977 Das Architekturbüro Atelier 5 gewinnt mit dem Projekt „EINE REICHLICH SELTSAME SCHULE“ den Wettbewerb zum Ausbau des Seminars Thun
1978 Umstellung des Unterrichts auf Koedukation
  Reform und Verlängerung der Primarlehrerausbildung auf 5 Jahre
  Verlängerung der Arbeitslehrerinnenausbildung auf 3 respektive 2 Jahre für Kandidatinnen mit abgeschlossener Berufslehre
  Fakultative Lehrbefähigung nichttextiles Gestalten für Arbeitslehrerinnen
1980 Erstes Werkstattseminar des Kollegiums in Morschach mit Hans Näf
1983 Das Bundesgericht weist die staatsrechtlichen Beschwerden gegen die Bauten des Atelier 5 ab
1984 Offizieller Baubeginn
1985 Rücktritt von Seminardirektor Dr. F. Müller. Nachfolger: Dr. Peter Herren
  Erste Seminarexterne Phase zur Lösung des Rekrutenschul-Problems
  Prüfungsfreier Universitäts- und Hochschulzugang für Primarlehrkräfte
  Erster Weihnachtsball, organisiert durch die Gaststudentin Claudele Cesar (USA)
1986 Vernissage der Intervention von Balthasar Burkhard und Niele Toroni
1987 Durchführung einer Umweltwoche mit dem ganzen Seminar
  Die Seminaristinnen und Seminaristen führen die erste „Seminotte“ durch
1988 Langschuljahr und Umstellung auf den Spätsommerschulbeginn
  Einweihung der Neu- und Umbauten und Vernissage „Nereïden“ von Gottfried Tritten
  150 Jahresfeier mit 233 Seminaristinnen und Seminaristen
1989 Schweizerischer Architekturpreis BETON für Bauten Seminar Thun
  Angliederung einer Diplommittelschule an das Seminar Spiez
1990 Beginn der 5 jährigen Ausbildung von Fachgruppenlehrkräften mit gestalterischem Grundauftrag für die Sekundarstufe I
  Kooperation mit dem Sekundarlehramt der Universität Bern
  Verabschiedung einer Gesamtkonzeption Lehrerbildung durch den Grossen Rat
1991 Berner Kulturpreis für Architektur, Technik und Umwelt (ATU Prix 91) für Bauten Seminar Thun
1993 Zahl der Seminaristinnen und Seminaristen: 288
  Der Erziehungsdirektor teilt der Seminarleitung mit, sie habe ihre Planungsarbeiten auf die Gründung einer Maturitätsschule auszurichten
2000 Letzte Patentfeier am Seminar Thun, Umzug der letzten 125 Seminaristinnen und Seminaristen nach Spiez
2002 Letzte Patentierung von seminaristisch ausgebildeten Lehrkräften des ehemaligen Seminars Thun in Spiez

Das Gymnasium und die DMS/FMS als Kulturfeld Seefeld 1997 ff

1994 Kooperationsteam der Seminare Thun und Spiez zum Aufbau eines musisch-pädagogischen Gymnasiums; designierter Rektor: Seminardirektor Dr. P. Herren
  Entwicklung der Kaleidozyklus-Leitideen, einer eigenen Lektionentafel und eines eigenen Lehrplans: das ANDERE GYMNASIUM
  Motto: „Die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein, kein Sofa.“ (Harold MacMillan)
1996 Marsch des designierten Seefeld-Kollegiums auf den Niesen zum Blick von oben aufs Seefeld
  Eröffnung der Kulturreihe „Vom Seminar zum Gymnasium“ in der Stadtkirche Thun
  (Jakob Christen und Heinz Balli)
  Bildung einer Gruppe „Lehrkunstwerkstatt“ mit der externen Begleitung von Prof. Hans C. Berg
1997 Aufnahme der ersten 22 Quartanerinnen und Quartaner in das künftige Gymnasium Seefeld
  Beginn der Kooperation mit dem Gymnasium Aprilov von Gabrovo (Bulgarien)
1998 Schifffahrt des Seminars, des Gymnasiums und der Diplommittelschule Seefeld (total 364 Schülerinnen und Schüler) mit dem Erziehungsdirektor M. Annoni, der Grossratspräsidentin
  U. Haller und dem Thuner Stadtpräsidenten H.U. von Allmen als „Sprung in die Zukunft“
  Erste Musik-Tanz-Produktion „imPORTAbile“
  Songwriter-Wettbewerb des Schwerpunktfaches Musik
1999 Beginn des kantonalen Pilotprojekts „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung“ am Gymnasium Seefeld
  Uraufführung der Auftragskomposition „Sprungbrett“ von Hans Eugen Frischknecht und des Kammermusikwerks „Pasel“ von Andreas Thierstein durch Chor, Orchester und Kammerorchester des Gymnasiums Seefeld
  Erste Energie aus der hauseigenen Solaranlage, gebaut im Rahmen eines Schülerprojekts
  Erstes „Café Philosophique“ im Rahmen des Schwerpunktfaches PPP
2001 Eidgenössische Anerkennung des hauseigenen Seefeld-Lehrplans
2002 Gestaltungsprojekt „Zeichen im Raum, Fahnenhimmel im Seefeld“
  Konzert „Vom Barock zum Seefeld“
2003 Projektwoche „Das Wasser als Spiegel der Seele und des Körpers“ in Gabrovo mit Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Maturitätsschulen Aprilov und Seefeld
2004 Umwandlung der Diplommittelschule in eine 3 jährige Fachmittelschule
  Anerkennung der zweisprachigen Maturitätsausbildung (INES) durch die EDK und das EDI
  Installationen nach Paul Klee auf dem Lüthi-Platz (122 bemalte Schwemmholzobjekte)
  „Matinée religieuse“ an Weihnachten im Seefeld
2005 Uraufführung eines Kompositionsauftrags des Zentrums Paul Klee „Grenze des Gestrig-Heutigen oder Zwischen hüben und drüben“ von Simon Ho nach Texten von Paul Klee
  Beginn der Unterrichtsarbeit auf Grund des kantonalen Lehrplans KLM
  Vernissage der Skulptur „AUSZEIT“ von Bruno Sutter
  Leistungsvereinbarung der Schulleitung mit der Erziehungsdirektion als Grundlage der künftigen Qualitätssicherung im Seefeld
2006 Kulturfeld Seefeld als Klammerbezeichnung für Gymnasium und DMS Seefeld
  Uraufführung von vier Songs von Bulat Okudshawa/Simon Ho im Konzert „ostwärts“
2007 Umnutzung und Neugestaltung des Aufenthaltsbereichs („TIME IN“ & „TIME OUT“)
  Vernissage Erzählstein und „AIT HADIDOU“ von Bärni de Roche
  Reise des Seefeld-Kollegiums nach Weimar: zurück in die kulturelle Vergangenheit, Reflexion und Blick in die mögliche Zukunft
  Auszeichnung des Kulturfeldes Seefeld als engagierte UNESCO assoziierte Schule
2008 Einführung des Fachmaturitätsausweises an der Fachmittelschule
  Schülerzahl Gymnasium: 409 Schülerinnen und Schüler, FMS: 132 Schülerinnen und Schüler